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Was hat es mit Craft Beer auf sich?

8. September - Abgelegt unter Rund ums Essen

Craft Beer hat sich seit geraumer Zeit zu einem echten Trend entwickelt. Mittlerweile ist es sogar schon in zahlreichen Supermärkten erhältlich und immer mehr Hersteller trauen sich mit neuen Sorten auf den Markt. Doch worum genau handelt es sich bei Craft Beer eigentlich? Stark vereinfacht ausgedrückt handelt es sich um handwerklich gebrautes Bier. Die US-amerikanische Brauvereinigung spricht von Brauereien, die nicht mehr als 9,5 Millionen Hektoliter im Jahr herstellen und unabhängig von großen Konzernen sind. Unabhängig bedeutet hier aber lediglich, dass höchstens 25 % im Besitz von anderen Firmen liegen dürfen.

Craft Beer ist nicht gleich Craft Beer

Diese Definition ist für den deutschen Markt natürlich aus mehreren Gründen schwammig. Denn es muss sich daran hier niemand halten. Hierzulande gibt es noch keine genauen Regelungen, sodass im Prinzip jeder den Namen »Craft Beer« auf sein Bier schreiben darf. Glücklicherweise halten sich große Konzerne in dieser Hinsicht aber noch zurück und für den Kunden ist die Lage noch vergleichsweise überschaubar. Zwar gibt es mittlerweile auch Craft Beer aus größeren Produktionen, doch diese sind noch nichts im Vergleich zu riesigen Brauereien wie Beck’s oder Krombacher. Generell schreibt der Titel Craft Beer übrigens keine spezielle Sorte vor. Es wird zwar oft mit dem Indian Pale Ale verglichen, allerdings trifft das längst nicht auf alle Sorten zu. Prinzipiell könnte auch ein Pils ein Craft Beer sein, wenn es nach Art eines klassischen Handwerks hergestellt wird. Dies ist zum Beispiel beim Pilsner Urquell aus Tschechien zu beobachten. Schon lange bevor Craft Beer überhaupt ein großflächiges Phänomen wurde, besann sich diese Brauerei auf althergebrachte Methoden. Die Unterscheidung zwischen Craft Beer und »normalem« Bier ist also nicht immer ganz einfach. Wie immer sollte sich niemand von einem Etikett in die Irre führen lassen.

Craft Beer aus Sicht der Brauereien

Natürlich hat der Trend zum Craft Beer auch einen wirtschaftlichen Hintergrund. Kleine Brauereien brauchen ein einzigartiges Produkt, um sich auf dem riesigen Biermarkt durchsetzen zu können. Daher experimentieren sie gerne und stellen in kleinen Produktionen neue Sorten vor. Mit ihrem oft einzigartigen Charakter finden diese dann in vielen Fällen ihre ganz eigene Nische. Übrigens ist auch der Preis kein sicherer Indikator dafür, ob es sich um ein Craft Beer handelt oder nicht. Denn es gibt hier sowohl günstige als auch teure Varianten. Einige Craft Biere sind sogar billiger als so manches Markenbier. Die Thematik ist auf den ersten Blick daher etwas konfus. Doch wer sich etwas damit beschäftigt, entwickelt schnell ein Gefühl für die unterschiedlichen Arten von Craft Beer.

 

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